Harfe "Cara"

Mittelalter - Flair

Cara bedeutet "kleine Liebste".
Die Harfe wurde 1988 in einem Baukurs von Bernhard Schmidt gebaut.

Die Bauform mit dem abfallenden Wirbelstock (Low-Headed) ist typisch für die altirischen Harfen, wie man es auch von der Brian-Boru-Harfe kennt. Der auf dem Fussboden sitzenden Harfenspieler hat dadurch die Möglichkeit, beim Spielen über sein Instrument hinweg schauen zu können.

Um das Charaktergesicht der 30 Jahre alten Harfe zu erhalten, sind am Klangkorpus selbst nur minimale, optische Reparaturen erfolgt. Man darf der Harfe ihr Alter ruhig ansehen. Die Trockenrisse in der massiven Fichtenholzdecke wurden stabilisiert und die Saitenlöcher mit neuen Messingösen verstärkt. Rückwandleisten neu verleimt. Der Wirbelstock und die Vorderstange sind komplett neu aufgearbeitet und mit Hartöl versiegelt. Neue Messing-Stimmwirbel eingepasst und zusätzlich Stegstifte eingesetzt, um Halbtonmechaniken montieren und justieren zu können.

Der neue Karbon-Saitensatz wurde auf einen Tonumfang von F - g''' berechnet. Die sieben tiefsten Saiten sind umsponnen. Grundtonart F-Dur. Halbtonmechaniken von Loveland an allen B, C und F - Saiten. Eine Messingplatte auf der rechten Wirbelstockseite unterstützt das Mittelalter-Design.

- die Harfe wurde vollständig neu besaitet und muss sich ein paar Wochen setzen, bevor die Halbtonmechaniken montiert werden können -



Steckbrief CARA - kleine Liebste
Erbauer: Baukurs Bernhard Schmidt
Baujahr: 1988 / aufgearbeitet 2019
Besaitung: 30 Saiten / Carbon, Stahlkern und Nylon mit Kupferumspinnung
Tonumfang: F - g''' / Grundstimmung F-Dur
Holzart, Oberfläche: Korpus aus Walnuss / Wirbelstock Esche, Hartöl-Versiegelung
Klangdecke: Alpen - Fichtentonholz
Halbtonmechaniken: Loveland, Messingbasis mit schwarzem Knebel
H x B x L / Gewicht: 95 x 31 x 58 cm / 5,5 kg
Besonderheiten:
  • Poliertes Messingschild am rechten Wirbelstock
  • durch Bodenkeil selbststehend

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